Transnationale Wortfindungsstörungen
Die Grenze zwischen zwei Staaten ist eine Berührungslinie verschiedener Kulturen; hier entsteht ein eigener, dritter Raum, in den die benachbarten Kulturen ausstrahlen. Respekt gegenüber dem Anderen ist hier von noch größerer Wichtigkeit als anderswo.
Österreichische und tschechische Theaterschaffende beleuchten in diesem Projekt jene Themen, die paradigmatisch für das Leben an der Grenze sind: Respekt und Vorurteil. Die Methode des Stationentheaters erlaubt es jeder teilnehmenden Gruppe, in ihrem bevorzugten Stil zu arbeiten. Straßentheater, Dokumentationstheater, Video und Mime&Musik ergeben einen abwechslungsreichen und spannenden Genremix.
Die Gruppe „Barevný de.ti“ präsentiert unterschiedliche Personentypen sowie zwischen diesen sich ergebende Situationen, wie sie im österreichischtschechischen Grenzraum zu beobachten sind.
Die Arbeiten von Gundacker und Berger spiegeln die Vision einer menschlicheren Welt, einer Gesellschaft, die ihren Individuen mehr Zeit und Respekt entgegenbringt. Als Stilmittel wird die Vereinigung von Bild, Musik und Wort eingesetzt.
Im Video von Gerald Muthsam wird die Wirklichkeit im Grenzraum vor Ort kommentiert. Durch Bilder von Originalschauplätzen entsteht eine Verdichtung der Impressionen, die sowohl die Realität wie auch die (gewollte) Satire verstärkt zur Wirkung bringen.
Mitwirkende:
Duo Gundacker & Berger, Kabarettist Gerald Muthsam, tschechisches
Straßentheater, das tschechische Theaterensemble Barevný de.ti aus Ceske Budejovice