Ein Beginn, der zugleich ein Ende ist
KeramikerInnen aus der Region beidseits der Grenze graben rund zehn Kilogramm lehmhaltige Erde aus ihrem eigenen oder in ihrer unmittelbaren Nähe befindlichen Tonvorkommen ab. Bei einem Treffen tauschen die Nachbarn „ihren“ Ton untereinander aus. Anschließend wird der Ton künstlerisch bearbeitet, wobei der Gestaltungsfreiheit keine Grenzen gesetzt sind.
Die Herausforderung besteht darin, sich mit einer fremden, unbekannten Erde, die sich stark vom eigenen Arbeitsmaterial unterscheidet, auseinander zu setzen und diese zu formen. Die Aktion findet im Rahmen eines viertägigen Symposiums statt, bei dem auch fachliches Know-How und verschiedene Techniken untereinander weitergegeben werden. Die ungebrannten Werkstücke werden von allen Künsterlnnen gemeinsam der Erde zurückgegeben. Diese feierliche Bestattungszeremonie wird im Anschluss an die Veranstaltung „Feuer und Flamme” nach der persischen Erzählung „Madschnun Laila” statt finden.
Der rituelle Akt der Vereinigung von Erde mit Erde verweist auf die Vergänglichkeit und damit Bedeutungslosigkeit aller von Menschen geschaffener Dinge und Grenzen.
Mitwirkende:
tschechische und österreichische TeilnehmerInnen des Keramiksymposiums